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Digitalisierung Dermatologie: Wo stehen wir in der Schweiz?

Dermatologe, der in seiner digitalisierten Arztpraxis auf sein Tablet schaut

Die Digitalisierung der Dermatologiepraxen ist kein neues Phänomen. Seit Jahren nutzt die Fachrichtung immer leistungsfähigere IT-Lösungen und Diagnosetools.

Und doch ist der Praxisalltag für Dermatolog:innen oft von hoher Belastung geprägt: überfüllte Agenden, lange Wartezeiten, administrativer Druck … Die Frage lautet daher nicht mehr ob digitalisiert werden soll, sondern wie. In diesem Artikel geben wir Ihnen einen Überblick über die Digitalisierung der Dermatologiepraxen in der Schweiz – und zeigen auf, welche nächsten Schritte Sie ab sofort angehen können.

Die Dermatologie – eine Fachrichtung, die besonders von der Digitalisierung betroffen ist

Die Dermatologie gehört zu den medizinischen Fachgebieten, die bereits stark in neue Technologien investiert haben. Digitale Dermatoskope, Lasergeräte, Phototherapie-Systeme oder Praxissoftware gehören heute zum Alltag vieler Praxen.

Diese Basis ist solide – doch wie in vielen anderen medizinischen Fachbereichen fehlen oft die richtigen Tools, um die operative Organisation der Praxis zu unterstützen. Gemeint sind Tools, mit denen Sie Agenden verwalten, Patient:innenströme koordinieren, Ressourcen abstimmen und Abwesenheiten managen können. Gerade im Schweizer Kontext, wo der administrative Aufwand stetig steigt, ist das essenziell. Ihre Dermatologiepraxis ist also vielleicht bereits digitalisiert – zumindest auf dem Papier, anhand der eingesetzten Tools – doch der tägliche Ablauf bleibt womöglich trotzdem wenig effizient.

Welche wiederkehrenden Probleme müssen in der Dermatologie gelöst werden?

In der Dermatologie gibt es verschiedene Faktoren, die regelmässig zu Herausforderungen führen – etwa die Vielfalt der Konsultationsgründe und deren potenzielle Fehleinschätzung durch Patient:innen. Hinzu kommen nicht eingehaltene Termine, die Koordination der für eine Behandlung nötigen Ressourcen und die Tatsache, dass man oft mit zahlreichen Systemen arbeitet, die nicht miteinander verbunden sind.

Vielfältige und präzise Konsultationsgründe

In der Dermatologie umfasst ein Arbeitstag oft Kontrolluntersuchungen von Nävi, Akne, Ekzeme, technische Eingriffe, ästhetische Behandlungen oder Nachsorge. Der zeitliche und ressourcenbezogene Aufwand variiert dabei stark. Ohne klare Struktur kommt es schnell zu Kettenreaktionen aus Verspätungen, falsch kalkulierten Zeitfenstern und Engpässen bei Räumen oder Geräten.

Abwesenheiten und ständiges Umplanen

Kurzfristige Absagen und nicht wahrgenommene Termine verursachen nicht nur einen Verlust an medizinischer Zeit – sie bedeuten auch eine unsichtbare Belastung für Ihr Team: Es muss nachtelefonieren, neu planen, Lücken füllen, informieren und den Ablauf neu organisieren.

Ressourcenmanagement (Räume, Geräte, Team)

In der Dermatologie erfordern gewisse Behandlungsprotokolle nicht nur die Anwesenheit der Ärztin oder des Arztes, sondern zusätzlich eine Assistenzperson, ein spezifischer Raum oder ein Gerät (z. B. Laser, digitales Dermatoskop, Phototherapiegerät). Wenn diese Ressourcen nicht richtig abgestimmt sind, kommt es schnell zu Zeitverlusten: Die Ärztin ist verfügbar, aber das Gerät ist noch in einer anderen Sitzung im Einsatz – oder umgekehrt.

Zersplitterte Systeme und Tools

Viele Dermatologiepraxen arbeiten mit verschiedenen Einzelsystemen: das Patientendossier auf der einen Seite, der Terminkalender auf der anderen, manuelle Erinnerungen irgendwo dazwischen … Diese Zersplitterung erhöht die Anzahl manueller Aufgaben, erschwert die Kommunikation und erhöht die Fehleranfälligkeit (falsches Zeitfenster, falsche Ressource, vergessene Information).

Digitale Prozesse Dermatologie sollten deshalb möglichst vernetzt sein – das ist eine der grössten Herausforderungen bei der Digitalisierung Arztpraxis Dermatologie.

Die nächsten Schritte zur Digitalisierung Ihrer Dermatologiepraxis

Wir haben die verschiedenen Herausforderungen gesehen, denen Sie als Dermatolog:in im Alltag begegnen können. In diesem Abschnitt zeigen wir Ihnen konkrete Schritte zur Digitalisierung Ihrer Dermatologiepraxis – und wie Sie damit Ihre Effizienz steigern können.

Schritt 1: Konsultationsgründe in der Dermatologie strukturieren und klar definieren

Vielleicht nutzen Sie in Ihrer Praxis bereits die Online-Terminbuchung. Wenn diese gut konfiguriert ist, erfüllt sie nicht nur die Erwartungen der Patient:innen, sondern hilft auch dabei, Ihre Agenda im Voraus sinnvoll zu strukturieren.

Ein erster wichtiger Schritt ist, die Konsultationsgründe klar zu definieren und zu begrenzen. Zu viele oder ungenaue Bezeichnungen erschweren die Buchung für Patient:innen und führen zu falschen Terminarten oder nicht eingehaltenen Zeitfenstern.

Nehmen Sie sich Zeit, die Dauer jeder Konsultationsart sorgfältig zu prüfen. So lassen sich Patient:innen gezielt zum passenden Termin leiten. Manche Konsultationen eignen sich zudem für die Telekonsultation – das spart Zeit für alle Beteiligten, ohne die klinische Qualität zu beeinträchtigen.

Diese strukturierte Vorbereitung hilft, zu kurze oder zu lange Konsultationen zu vermeiden, Ressourcen effizient zu nutzen und spontane Änderungen im Terminplan zu minimieren – ein zentraler Vorteil der Digitalisierung in der Dermatologie Praxis.

Schritt 2: Buchung von Behandlungsprotokollen vereinfachen

Sobald ein Termin mehrere Ressourcen beansprucht, ist es wichtig, dass Ihre Agenden die operative Realität Ihrer Praxis widerspiegeln – wer macht was, wann, mit welchem Gerät.

Genau hier kommen strukturierte Buchungstools ins Spiel. Ein von Patient:innen gebuchter Termin blockiert automatisch die entsprechenden Zeitfenster in den Agenden Ihres Teams sowie der benötigten Räume und Geräte – ein echtes Beispiel für digitale Prozesse Dermatologie.

Schritt 3: Automatisieren, was nicht manuell erledigt werden muss

Ein grosser Teil der administrativen Aufgaben hat keinen medizinischen Mehrwert: Terminbestätigungen, SMS-Erinnerungen, Hinweise vor dem Termin, Absage-Nachrichten, Rebooking-Vorschläge …

Wenn Sie diese Aufgaben automatisieren, kann sich Ihr Team auf das Wesentliche konzentrieren: die medizinische Betreuung. Eine grosse Entlastung im Rahmen der Digitalisierung Arztpraxis Dermatologie.

Schritt 4: Digitale Tools zentralisieren und vernetzen

Vielleicht nutzen Sie bereits mehrere der in diesem Artikel genannten digitalen Tools. Damit die Digitalisierung Ihrer dermatologischen Praxis aber wirklich Zeit spart, müssen diese Tools miteinander kommunizieren.

Wenn Informationen mehrfach erfasst werden müssen, steigt nicht nur der Aufwand – auch das Fehler- und Ausfallrisiko wächst. Eine zentrale Lösung, die alle nötigen Funktionen integriert oder sich mit Ihrer medizinischen Software synchronisieren lässt, reduziert diese Probleme erheblich. Ein gutes Beispiel für funktionierende Software für Dermatolog:innen.

Die Zukunft der Digitalisierung in der Dermatologie: Welche Rolle spielt KI?

Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Element der Digitalisierung Dermatologie – nicht, um Dermatolog:innen zu ersetzen, sondern um sie bei bestimmten Aufgaben zu unterstützen und die medizinische Zeit effizienter zu nutzen.

Bereits heute zeigt KI vielversprechendes Potenzial bei der Analyse dermatologischer Bilder zur diagnostischen Unterstützung oder bei der automatisierten Erstellung von Konsultationsberichten. Solche Anwendungsfelder, die in anderen Fachrichtungen bereits getestet werden, könnten bald auch in der dermatologischen Praxis zum Standard gehören – eine spannende Entwicklung in der digitalen Dermatologie.

Digitalisierung in der Dermatologie: Mehr Zeit für Ihre Patient:innen

Die Digitalisierung in der Dermatologie bedeutet nicht, immer mehr Tools einzusetzen, sondern den Praxisalltag sinnvoll zu organisieren. Wenn digitale Prozesse durchdacht integriert sind, resultiert daraus ein stabiler Terminplan, besser koordinierte Ressourcen und weniger unnötige Unterbrechungen.

Auch künftige Entwicklungen – etwa im Bereich künstliche Intelligenz – gehen in diese Richtung: Sie sollen helfen, Konsultationen besser vorzubereiten und gewisse Aufgaben zu entlasten, um so mehr Zeit für die Patient:innen zu gewinnen – ein zentrales Ziel der Dermatologie Praxis Digitalisierung.