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Videosprechstunde in der Dermatologie: Warum sie 2026 relevant ist – und wo ihre Grenzen liegen

Eine Patientin lächelt hinter ihrem Computer nach einer Teledermatologie-Sitzung.

In der Schweiz ist die Videosprechstunde Dermatologie längst keine reine Modeerscheinung mehr: Sie etabliert sich als zentraler Pfeiler im Versorgungsangebot. In diesem Artikel begleiten wir Sie durch die wichtigsten Aspekte der Teledermatologie im Praxisalltag: wann man sie nutzt, der rechtliche Rahmen inklusive der Auswirkungen des neuen Tarifsystems TARDOC.

Warum die Videosprechstunde in der Dermatologie passt

Bereits in den ersten Gesprächen mit Patient:innen basiert die Dermatologie stark auf visueller Beurteilung — etwas, das sich problemlos über die Dermatologe Videosprechstunde umsetzen lässt.

In der Teledermatologie können Sie insbesondere:

  • Hautveränderungen anhand hochauflösender Bilder beurteilen
  • Symptome mit der Patient:in besprechen
  • Eine bestehende Behandlung anpassen
  • Entscheiden, ob eine Präsenzuntersuchung notwendig ist

Diese Kombination aus Flexibilität und medizinischer Sorgfalt kann nicht nur Ihre Konsultationen vereinfachen, sondern bietet auch mehr Flexibilität für Ihre Patient:innen.

Verschiedene Formate: synchrone oder asynchrone Teledermatologie und wann sie sinnvoll sind

Wenn man über Teledermatologie spricht, ist es wichtig, zwei Hauptformen der Videosprechstunde in der Dermatologie zu unterscheiden:

  • Die synchrone Videosprechstunde, bei der Dermatologe:in und Patient:in in Echtzeit über Videokonferenz interagieren. Dieses Format eignet sich besonders für interaktive Gespräche, live Erklärungen und unmittelbare klinische Entscheidungen.
  • Die asynchrone Teledermatologie, bei der qualitativ hochwertige Fotos zusammen mit einem detaillierten Fragebogen gesendet werden. Die/der Dermatologe:in wertet diese Unterlagen in Ruhe aus und antwortet mit einer Diagnose oder Empfehlung — ein klassisches Beispiel für asynchrone Teledermatologie.

Jede dieser Methoden hat ihre Vorteile je nach klinischem Kontext: Die asynchrone Variante kann ideal sein für den Follow‑up oder die erste Beurteilung einer häufigen Hautveränderung, während die synchrone Videosprechstunde bei komplexeren Fällen mit intensivem Dialog besonders wertvoll ist.

Wann sollte man eine Videosprechstunde in der Dermatologie anbieten?

Die Videosprechstunde ist nicht nur eine von Patient:innen geschätzte Leistung, sondern auch ein Weg, die Versorgung zu optimieren, ohne Abstriche bei der klinischen Qualität zu machen. Die Dermatologe Videosprechstunde eignet sich besonders für:

  • Follow‑up Konsultationen bei stabilen chronischen Hauterkrankungen
  • Erneuerung einfacher Behandlungen
  • Kontrollen nach abgeschlossenen Therapien
  • Beurteilung von Hautausschlägen oder leichter Akne
  • Anpassung therapeutischer Massnahmen
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Wann ist ein Vor-Ort-Termin in der Dermatologie besser?

So viele Vorteile die Teledermatologie auch bietet, sie ersetzt nicht die klassische klinische Untersuchung. Bestimmte Massnahmen erfordern zwingend die physische Anwesenheit der Patient:innen:

  • Vertiefte dermatoskopische Untersuchungen
  • Hautbiopsien
  • Chirurgische oder ablativen Behandlungen
  • Ästhetische Behandlungen, die physischen Kontakt erfordern

Wichtig ist stets eine sorgfältige Einzelfallbeurteilung. Eine Videosprechstunde kann hier helfen, die Patient:innen vorab richtig zu triagieren und weiterzuleiten – ob online oder vor Ort.

Vorteile der Videosprechstunde für Dermatologen und Patient:innen

Die Teledermatologie bringt viele Vorteile – sowohl für Ihre dermatologische Praxis als auch für Ihre Patient:innen.

Für Sie als Dermatolog:in bedeutet das:

  • Reduzierung administrativer Last und unnötiger Termine
  • Effizienzsteigerung ohne Qualitätsverlust
  • Optimierung Ihrer Terminplanung mit integrierten Lösungen wie OneDoc Visio, das sich direkt in Ihre Agenda einfügt

Für Patient:innen bringt die Videosprechstunde Dermatologie:

  • Weniger unnötige Wege
  • Schnellen Zugang zu dermatologischer Fachberatung
  • Rasche Rückmeldung in dringenden oder unsicheren Fällen

Rechtlicher Rahmen in der Schweiz: Pflichten, Sicherheit und TARDOC

Im Schweizer Gesundheitssystem unterliegt die Telemedizin den gleichen gesetzlichen Pflichten wie Präsenzkonsultationen. Dazu gehört, dass die Videosprechstunde:

  • Die Sorgfaltspflicht gemäss Medizinalberufegesetz (MedBG) erfüllt
  • Dem medizinischen Berufsgeheimnis unterliegt (Strafgesetzbuch)
  • Die Anforderungen des revidierten Datenschutzgesetzes (nDSG) erfüllt

💡 Gut zu wissen: Nutzen Sie keine generischen Videokonferenztools für medizinische Zwecke

Es gibt zahlreiche Tools für die Teledermatologie. Um jedoch die Schweizer Datenschutzvorgaben einzuhalten, raten wir von der Nutzung allgemeiner Tools wie Zoom oder Google Meet ab.

Diese Plattformen sind nicht für medizinische Zwecke konzipiert und gewährleisten nicht, dass nur berechtigte Personen Zugang zur Konsultation haben. Zudem können die Daten auf Servern ausserhalb der Schweiz verarbeitet oder gespeichert werden.

Welche Rolle spielt der TARDOC in der Teledermatologie?

Die Einführung des TARDOC stellt einen wichtigen Schritt dar: Telemedizinische Leistungen – einschliesslich Videosprechstunde in der Dermatologie – werden nicht mehr als reine Telefonate abgerechnet, sondern erhalten eigene Leistungscodes. Damit wird die Teledermatologie im Praxisalltag einfacher und klarer abrechenbar.

Eine hybride, patientenzentrierte Zukunft der Dermatologie

Die Videosprechstunde Dermatologie ist eine sinnvolle Weiterentwicklung Ihrer ärztlichen Tätigkeit. Richtig eingesetzt, hilft sie Ihnen, eine moderne, flexible und rechtssichere Versorgung anzubieten – mit klarem Mehrwert für Patient:innen wie auch für Ihre Praxis.